Trauma-Therapie

Eine neue Therapie-Mode 
oder ist da wirklich etwas dran...?

Ein Trauma entsteht, wann immer wir von der Situation überwältigt werden, ohne sie verarbeiten zu können. Dann “verkapselt” sich das unverarbeitbare Thema in unserem Inneren und “gärt” quasi wie eine zu früh verschlossene, mit Bakterien infizierte Wunde.

Dies gilt nicht nur für Katastrophen- und Gewalterfahrungen, sondern auch für alle Alltagssituationen, in welchen wir in einem Gefühl von Ausgeliefertsein an eine Situation von dieser “überrollt” werden, weil uns die Bewältigungsfähigkeiten fehlen, um mit ihr aktiv und selbstbewußt umgehen zu können. Wir erstarren förmlich.

Hier hilft Traumatherapie als die Entdeckung unserer Zeit.
Völlig neue Techniken wurden hierfür entwickelt, wie EMDR oder das Meridian-Klopfen, aber auch viele längst bekannte Methoden hatten sich über die Jahre als Traumaarbeit bewährt, wie z.B. die Hypnotherapie und hier vor allem auch die Regressionstherapie und verschiedenste Imaginationsformen. Wirksam können auch alle körpertherapeutischen Ansätze sein wie Atemtechniken, Körperwahrnehmungsübungen, Entspannungsübungen und alle Formen der Stressreduktion bei beim Herantasten an das Trauma.

Doch gleichzeitig konnte ich sehen, dass sich auf dem Therapiemarkt eine richtige “Mode” entwickelte - so wie ich es über die vielen Jahre meiner Tätigkeit schon mit mehreren Therapieformen erleben konnte, z.B. den Familienaufstellungen. Die Menschen hoffen, mit dieser Methode umfassende Hilfe für ihre Probleme zu finden - ohne ihrem eigenen Schatten, ihren Ängsten und ihren Bequemlichkeiten “ins Auge schauen zu müssen”. Genauso wie bei Familienaufstellung der Großteil der Arbeit durch Stellvertreter für einen gemacht zu werden scheint, scheint die Traumatherapie das “Schlimme “wegmachen” zu können - und ist somit für das Ego ungefährlich, denn man muss sich nicht mit dem eigenen Schatten auseinandersetzen. Man ist ja das arme “Opfer”, das keine Schuld hat und Hilfe bekommen muss. (Dies gilt natürlich nicht für Gewalterfahrungen und andere furchtbare Traumen.)

Doch im realen Leben sind die Rollen von Opfer und Täter zumeist viel differenzierter: das Opfer ist auch Täter und der Täter ist auch Opfer.

Vor allem aber: Heilung entsteht leider nicht einfach durch “Wegmachen eines Traumas”, denn es bedarf auch der Erarbeitung von Bewältigungsfähigkeiten, besonders, wenn es sich um Alltagstraumata handelt, die wieder auftreten können.
Heilung hat ganz viel mit “Erstarken” zu tun, wie die moderne Resilienzforschung zeigt, und auch mit der Fähigkeit, das Schöne im Leben zu genießen und das Schlimme im Leben annehmen zu können. Hierbei zu helfen ist der wesentliche Schritt auf dem Heilungsweg.

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